Kultur

21 Themen im Vergleich — Rubrik Kultur

Themenpaare im Vergleich

EIN TRIO AUS BASEL ÜBERNIMMT DIE KAMMERSPIELE

AUFBRUCH

Kammerspiele hoch drei

Anja Dirks, Antú Romero Nunes und Jörg Pohl sollen das Münchner Haus ab September 2028 gemeinsam leiten, zunächst für fünf Spielzeiten. Bürgermeisterin Mona Fuchs lobt ihr partizipatives Führungsmodell, das Trio will die Kammerspiele als Weltstadttheater prägen, lokal verankert und mit kosmopolitischem Horizont.

TRANSFER

Geschlossen von Basel an die Isar

Das Team leitet derzeit als Basler Compagnie die Schauspielsparte am Theater Basel, das zweimal zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. In München folgt es auf Barbara Mundel, deren Vertrag über 2027/28 hinaus nicht verlängert wird, die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am 25. November.

ZAHLENZAUBER

Struktur statt Sinn

Je mehr gespart wird, desto mehr Leitungspersonal, spottet ein Kommentar: Nach Doppelspitzen müssten es nun Trios sein, um progressiv zu wirken. Ein Haus, das Namen wie Falckenberg, Dorn oder Lilienthal prägten, verliere so sein Gesicht, die Kollektivlösung wirke wie ein Ablenkungsmanöver nach der Kritik an Mundel.

DIE ALBERTINA RÜCKT IHRE KÜNSTLERINNEN INS LICHT

ENTDECKUNG

199 Künstlerinnen neu in der eigenen Sammlung gefunden

Zum 250-Jahr-Jubiläum hat die Wiener Albertina ihre Bestände erstmals gezielt nach Künstlerinnen durchsucht und zeigt nun 250 Werke von 132 Frauen. Beim Sichten historischer Inventarbücher stieß das Team auf 199 Künstlerinnen, von denen das Haus nichts wusste, Direktor Ralph Gleis spricht von einem Startpunkt.

RUNDGANG

Fünf Jahrhunderte Papierkunst als Slow Food

Die Schau Her Story reicht von Kupferstecherinnen und Verlegerinnen des 16. Jahrhunderts bis in die Zeit um 1970 und zeigt fast nur Arbeiten auf Papier. Die oft kleinteiligen Blätter verlangen Zeit, die lockere Hängung lässt aber Raum für Entdeckungen wie Berthe Morisots Kaltnadelradierungen.

LÜCKE

Nur jedes zwölfte erfasste Blatt stammt von einer Frau

Unter den 500.000 bereits digital erfassten Werken der Grafiksammlung stammen lediglich 43.000 von Künstlerinnen, manche liefen unter falschem Namen. Viele Frauen durften in den Familienwerkstätten nicht signieren oder arbeiteten nach Vorlagen männlicher Kollegen, ihre Leistungen gerieten dadurch in Vergessenheit.

GÖRLITZ RETTET SEIN THEATER MIT SPARKURS

BEKENNTNIS

Vier Sparten an zwei Standorten bleiben

Der Kreistag hat sich in einer Sondersitzung zum dauerhaften Erhalt des Gerhart-Hauptmann-Theaters mit Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Konzert in Görlitz und Zittau bekannt. Landrat Stephan Meyer spricht erleichtert davon, dass nicht mehr über das Ob, sondern nur noch über das Wie entschieden worden sei, die Tribünen waren voll.

RAHMEN

Darlehen jetzt, Deckel ab 2029

Was dem Haus 2027 und 2028 fehlt, sollen die Gesellschafter über Darlehen ausgleichen, danach begrenzt der Landkreis seinen Zuschuss auf 4,5 Millionen Euro im Jahr. Die Theaterleitung unter Philipp Bormann wird zugleich verpflichtet, die eigenen Einnahmen zu erhöhen.

EINSCHNITTE

Gerettet, aber kleiner

Der Erhalt ist an einen strikten Sparkurs gebunden: 15 Prozent Eigenwirtschaftsquote, ein Haustarifvertrag oder ein verkleinertes Orchester und Stellenabbau im Musiktheaterensemble. Auch ein gemeinsames Kulturraumorchester ist im Gespräch, die konkreten Kürzungen müssen erst noch ausgehandelt werden.

NEIL YOUNG VERKLAGT TRUMP ERNEUT

HALTUNG

Ein Protestsong gehört nicht auf die Kundgebung

Der 80-jährige Musiker will verhindern, dass „Rockin’ in the Free World“ weiter als Einlaufmusik bei Trumps Wahlkampfauftritten läuft. In der Klage beschreibt er das Lied von 1989 als Anklage gegen leere politische Versprechen auf Kosten von Armen und Obdachlosen, also als Gegenteil dessen, wofür der Präsident stehe.

KLAGE

Zehn Millionen Dollar und eine Unterlassung

Youngs Firma Silver Fiddle Music wirft dem Trump 47 Committee vor, den Song ohne Lizenz bei einer Kundgebung in Youngstown, Ohio, am 12. Oktober und bei weiteren Auftritten gespielt zu haben. Das Weiße Haus verwies auf das Republikanische Nationalkomitee, Young schrieb auf seiner Website, Geld und Geschäfte verstehe Trump ja.

WORTBRUCH

Derselbe Streit wie 2020

Schon vor sechs Jahren hatte Young das Wahlkampfteam wegen desselben Liedes verklagt, das lenkte damals sofort ein und versprach, den Song nie wieder ohne Erlaubnis zu nutzen. Dass er nun doch wieder läuft, passt zu einem Jahr, in dem das Weiße Haus Popstars mit ihren eigenen Songs in ICE- und Kriegsvideos provoziert.

WEIMER WILL ARD UND ZDF UMBAUEN

VERTRAUEN

Ein Rundfunk, den man nicht den Populisten überlässt

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nennt den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der „Welt am Sonntag“ ein unverzichtbares Vertrauensmedium und Korrektiv im Diskurs. Gerade deshalb müsse man jetzt planen, wie er in zehn Jahren aussehen soll, sonst bestimmten diejenigen die Debatte, die ihn schwächen wollen.

PLAN

Kleeblatt-ARD und ein Soli für Plattformen

Weimer schlägt vor, die ARD nach dem alten Kleeblattmodell auf vier oder fünf Anstalten zu verkleinern und das Nebeneinander zweier bundesweiter Vollprogramme grundsätzlich zu prüfen. Zugleich verlangt er einen Plattform-Soli von Big Tech zugunsten unabhängiger Medien und warnt vor einem drohenden „Mediazid“.

ZUSTÄNDIGKEIT

Ideen ohne Mandat, gegen die Quote

Kritiker erinnern daran, dass Rundfunk Ländersache ist und der Bundesminister dort nichts zu entscheiden hat, schon sein Vorstoß zur ZDF-Privatisierung war verpufft. Zudem gehören die von Weimer geschmähten Krimis und Telenovelas zu den reichweitenstärksten Angeboten, während Kultur und Bildung regelmäßig wenig Publikum finden.

CHRISTINE WUNNICKE ERHÄLT DEN BÜCHNER-PREIS

ZAUBER

Eine Dankesrede als Nachtfahrt

Statt einer langen Rede erzählte Wunnicke im Darmstädter Staatstheater, wie sie nach Mitternacht in der Berliner Ringbahn Büchners „Leonce und Lena“ las, denn am liebsten streiche sie. Laudatorin Judith Schalansky feierte sie als Autorin, die Gespensterroman und Gelehrtensatire, zwei fast ausgestorbene Gattungen, miteinander verbinde.

WÜRDIGUNG

Die bedeutendste Auszeichnung der Literatur

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung überreichte der 60-Jährigen den mit 50.000 Euro dotierten Preis, der seit 1923 vergeben wird. Wunnicke begann mit Hörspielen und Radiostücken, ihr erster Roman „Fortescues Fabrik“ erschien 1998, zuletzt stand sie mit „Wachs“ auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

AUSNAHME

Frauen bleiben die Ausnahme

Der Büchner-Preis wird bereits zum 74. Mal vergeben, ging bisher aber erst 13 Mal an eine Schriftstellerin. Auch Wunnicke, Autorin eher schmaler Bände, galt als überraschende Wahl, obwohl sie ihre Leser laut Jury seit 25 Jahren mit dem Spiel zwischen Fakt und Erfindung verblüfft.

BAYERN WILL DAS KEHLSTEINHAUS WIEDER AUFBAUEN

WIEDERAUFBAU

Keine Ruine auf dem Kehlstein

Innenminister Joachim Herrmann geht davon aus, dass das ausgebrannte Haus wieder aufgebaut wird, eine Ruine könne man dort kaum stehen lassen. Das Gebäude gehört dem Freistaat und wird als frei zugängliche Berggaststätte mit einer Ausstellung zu seiner Geschichte genutzt.

ERMITTLUNG

Ein Verdächtiger soll in die Forensik

Laut Staatsanwaltschaft Traunstein ergab ein psychiatrisches Kurzgutachten konkrete Hinweise auf eine Erkrankung des festgenommenen 33-Jährigen, er wurde einem Untersuchungsrichter in Rosenheim vorgeführt. Rund 200 Einsatzkräfte kämpften in über 1.800 Metern Höhe gegen die Flammen, Regen und Schnee behinderten den Einsatz.

VERLUST

Vom Adlerhorst bleibt kaum etwas übrig

Das denkmalgeschützte Haus, international als „Eagle’s Nest“ bekannt, ist weitgehend zerstört, die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Ob ein politisches Motiv dahintersteckt, wird geprüft, doch laut Oberstaatsanwalt Rainer Vietze stehen die Ermittlungen dazu erst ganz am Anfang.

DIE SCHIRN ZEIGT LEONOR FINI

ENTDECKUNG

So begabt wie Dalí

Die FAZ feiert die Surrealistin als Universalkünstlerin, die sich als Autodidaktin mit altmeisterlicher Technik neben Dalí behaupten konnte. Ihre Sphingen und Hexen wirkten erstaunlich modern, fast wie heutige Fantasy-Welten.

ÜBERBLICK

Rund 100 Werke aus allen Phasen

„Magisch Surreal“ ist die erste große Fini-Retrospektive in Deutschland, mit Gemälden, Zeichnungen, Fotos und Objekten aus Museen und Privatsammlungen. Zu sehen ist sie bis Februar 2027 in der Bockenheimer Warte.

UNBEQUEM

Dunkel, rätselhaft, schwer einzuordnen

Hexen feixen auf Besen, Phantasiewesen kriechen über den Boden, Vergänglichkeit und Memento mori ziehen sich durch die Schau. Die Geschlechter bleiben uneindeutig, die Bilder widersetzen sich jeder klaren Schublade.

BORÉAL TRENNT SICH VON THÉLYSON ORÉLIEN

VERTRAUEN

Ein Verlag zieht die Konsequenz

Nach einer externen Prüfung aller Arbeitsfassungen beendet der kanadische Verlag die Zusammenarbeit mit dem Autor. Im Kern gehe es um das Vertrauen zwischen Autoren und Verlag, erklärte Boréal.

BEFUND

KI-Spuren in den Metadaten

Die Analyse fand Hinweise auf KI in den Metadaten einzelner Dokumente, „C’était ça ou mourir“ wird nicht nachgedruckt. Noch Mitte Oktober hatte Boréal den Roman im Handel belassen, aus der Goncourt-Auswahl war er bereits gestrichen.

UNGEKLÄRT

Wie viel KI, bleibt offen

Selbst der Verlag weiß nach eigenen Worten nicht, in welchem Umfang KI im Spiel war, und erwartet keine endgültige Antwort. Orélien bestreitet, dass auch nur ein Satz maschinell entstand, und verweist auf einen ersten Entwurf von 2019.

STREIK SPRENGT DIE FAUST-PREMIERE DER SCALA

SOLIDARITÄT

Die Belegschaft singt für ihren Vertrag

Der Streikaufruf an der Mailänder Scala fand sehr breite Beteiligung, vor dem Haus sangen Chor und Musiker unter anderem „Va, pensiero“. Die Gewerkschaften fordern 15 Prozent mehr Gehalt, um die Inflation auszugleichen.

ABSAGE

Gounods „Faust“ fällt aus

Die Theaterstiftung sagte die Premiere ab, die nächste Vorstellung ist für Samstag geplant und Karten werden erstattet. Als erste Protestmaßnahme wollen die Beschäftigten keine Überstunden mehr leisten.

UNGEDECKT

Ein Mandat ohne Geld

Der Verwaltungsrat erlaubte dem Intendanten zu verhandeln, sagte aber nicht, welche Mittel er dafür bereitstellt. Am 27. Oktober wollen Theaterbeschäftigte in ganz Italien streiken.

MIRJAM ZADOFF WECHSELT NACH WIEN

ANERKENNUNG

Eine Direktorin mit exzellentem Ruf

Die Historikerin und Kuratorin übernimmt ab März 2027 das Haus der Geschichte Österreich. In Wien gilt die Personalie als Gewinn für das Museum.

AUFGABE

Sie soll auch den Umzug begleiten

Die gebürtige Innsbruckerin leitet das NS-Dokumentationszentrum München noch bis zum Wechsel. In Wien steht der Umzug des Hauses ins Museumsquartier an.

VERLUST

München muss eine Nachfolge finden

Seit 2018 hat Zadoff das NS-Dokuzentrum geprägt und international vernetzt. Für die Münchner Erinnerungsarbeit hinterlässt ihr Abschied eine große Lücke.

DIE CD VERKAUFT SICH WIEDER BESSER

COMEBACK

Erstes Plus seit 20 Jahren

Lange galt die CD als tot, nun steigen die Umsätze wieder leicht. Auch junge Fans kaufen sie, selbst wenn sie gar keinen CD-Spieler besitzen.

MARKT

Streaming bleibt der Motor

Der deutsche Musikmarkt ist im ersten Halbjahr weiter gewachsen. Den größten Teil der Erlöse bringt nach wie vor das Streaming.

SKEPSIS

Kaum mehr als ein Prozent

Das Wachstum bei der CD liegt unter einem Prozent, Vinyl legt deutlich stärker zu. Ob daraus ein dauerhafter Trend wird, ist offen.

DAS DT BRINGT „DIE HOLLÄNDERINNEN“ AUF DIE BÜHNE

HINGABE

Ein Ensemble spielt sich in den Wahn

Jan Friedrich inszeniert den Roman von Dorothee Elmiger ganz nah am Text. Über drei Stunden steigern sich die Darsteller in eine dichte, rätselhafte Welt hinein.

ADAPTION

Der Buchpreisroman wird Theater

Am Deutschen Theater Berlin wird die Geschichte um zwei verschwundene Frauen im Regenwald zur Bühnenfassung. Die Kritik nimmt sie sehr unterschiedlich auf.

LÄNGEN

Zäh und spröde

Für manche Kritiker verliert sich der Abend in Metaebenen. Am Ende bleibe eine vertane Chance für einen Erfolgsroman.

ELFRIEDE JELINEK WIRD 80

WÜRDIGUNG

Ein Jubiläum rund um den Globus

Zum Jelinek-Jahr reisen Forschende mit ihrem Werk von Wien bis São Paulo. Die Nobelpreisträgerin wird dabei ausdrücklich als Weltautorin gefeiert.

WERK

Sprache als Axt

Spätestens seit der Klavierspielerin zählt sie zu den streitbarsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur. Geschlechterverhältnisse, Kapitalismus und faschistische Kontinuitäten prägen ihre Texte.

RÜCKZUG

Die Gefeierte bleibt unsichtbar

Jelinek gibt zum Geburtstag weder Interviews noch Auftritte. Auf den Bühnen ist sie trotzdem präsent, mehr als ein Dutzend neue Inszenierungen laufen in dieser Saison an.

DÜSSELDORF HOLT DEN PUNK INS MUSEUM

ENERGIE

Haltung statt trockener Rückblick

Die Schau will den rebellischen Geist der Bewegung vor allem jenen zeigen, die die Zeit nicht selbst erlebt haben. Eröffnet wird am 23. Oktober im Theatermuseum im Hofgarten.

SPANNUNGSFELD

Museum oder Straße?

Die Ausstellung Punk 50 versteht die Szene als lebendiges Feld zwischen Archiv und Gegenwart. Kuratiert wird sie von Jäki Eldorado, der als erster Punk Deutschlands gilt.

WIDERSPRUCH

Rebellion in der Vitrine

Eine Bewegung, die sich gegen das Etablierte richtete, wird nun mit Originalplakaten, Fanzines und VR-Rundgang ausgestellt. Die Schau läuft bis Ende 2027.

WEIMER SIEHT DIE ERINNERUNGSKULTUR IN BERLIN BEDROHT

HALTUNG

Klare Linie gegen Antisemitismus

Der Kulturstaatsminister warnt, gerade in der Stadt, in der der Holocaust geplant wurde, dürfe eine solche Haltung nicht regieren. Er sieht den erinnerungspolitischen Konsens der Demokraten in Gefahr.

KONTEXT

Gedenkstätten in Bundeshand

Weimers Haus fördert Gedenkstätten für die Opfer der NS-Herrschaft und die Erinnerung an das DDR-Unrecht. Seine Warnung fiel kurz vor der Entscheidung über rot-grün-rote Koalitionsgespräche.

DROHKULISSE

Was wird aus dem Kulturgeld?

Weimer nennt das Bündnis brandgefährlich und stellt Konsequenzen durch die Kulturpolitik des Bundes in Aussicht. Welche das sein könnten, bleibt offen.

GRÜFFELO-ZEICHNER SCHEFFLER ERWÄGT KLAGE GEGEN KI

WIDERSTAND

Ein Zeichner wehrt sich

Axel Scheffler prüft juristische Schritte, nachdem ein Chatbot Bilder erzeugt hat, die seiner bekanntesten Figur gleichen. Er hofft auf eine Sammelklage gemeinsam mit anderen Künstlern.

ABWÄGUNG

Gespräche mit den Verlagen

Die Figuren seien klar seine, nur die Hintergründe wichen von seinem Stil ab, sagt der Illustrator. Über Unterstützung spricht er mit seinen Verlegern.

ENTSETZEN

Kunst als Trainingsfutter

Scheffler zeigt sich entsetzt über die KI-Konzerne. Sein Fall steht für viele Kreative, deren Werke ungefragt nachgeahmt werden.

BAYERISCHER KUNSTPREIS FÜR MICHAEL WOLLNY

EHRUNG

Botschafter des Jazz

Der Pianist erhält den Preis in der Sparte Kreatives Schaffen und wird als bayerischer Botschafter des Jazz gewürdigt.

ECKDATEN

10.000 Euro, Feier im November

Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird am 12. November in München verliehen.

RANDLAGE

Jazz bleibt die Ausnahme

Die Ehrung ist eine Ausnahme: Jazz bekommt im staatlichen Kulturbetrieb sonst selten so viel Aufmerksamkeit. Am Alltag vieler Musiker ändert ein einzelner Preis wenig.

DER TEPPICH VON BAYEUX WIRD SCHRÄG GELEGT

SCHUTZ

Schonender für das Gewebe

Nach der Rückkehr aus London soll der rund 70 Meter lange Wandteppich auf einem geneigten Tisch liegen. Die bisherige senkrechte Vitrine belastet das empfindliche Textil.

PLAN

Lange vorbereitet

Die neue Präsentation in Bayeux war seit rund zehn Jahren geplant und kommt mit dem neuen Museum.

RISIKO

Die Reise bleibt umstritten

Das fast tausend Jahre alte Werk gilt als extrem fragil, die Ausleihe nach London war von Anfang an umstritten. Bis zur Rückkehr im Sommer 2027 bleibt jede Bewegung ein Risiko.

BUND UND LÄNDER LEGEN KI-AGENDA FÜR DIE KULTUR VOR

GESTALTEN

Kultur soll KI aktiv mitprägen

Das gemeinsame Eckpunktepapier sieht die Kultur nicht als Zuschauerin, sondern als gestaltende Kraft. Es benennt sechs Handlungsfelder und drei Leitprinzipien.

ZEITPLAN

Konkretes erst bis 2027

Beschlossen wurde das Papier beim kulturpolitischen Spitzengespräch. Konkrete Maßnahmen sollen bis 2027 ausgearbeitet und dann verabschiedet werden.

LEERSTELLE

Die Ängste der Kreativen fehlen

Der Kulturrat vermisst Antworten auf Jobverluste und die Existenzsorgen freier Künstler. Das Papier zeichne ein allzu rosiges Bild.

STUTTGART ZEIGT, WAS MÄNNER SCHMÜCKT

ENTDECKUNG

Schmuck als Zeichen von Männlichkeit

Das Landesmuseum Württemberg zeigt im Alten Schloss, wie Schmuck seit Jahrtausenden Männerbilder prägt. Die Schau ist in zehn Kapitel gegliedert und läuft bis Ende April 2027.

BLICK

Eine Ausstellung macht Schlagzeilen

Zum Start widmeten auch die Tagesthemen der neuen Stuttgarter Schau einen eigenen Beitrag.

LÜCKE

Lange übersehen, wenig erforscht

Männerschmuck wurde von der Forschung lange vernachlässigt, Literatur dazu gibt es kaum. Auch gesundheitliche Risiken von Tattoos sind noch nicht vollständig untersucht.

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